Rassebeschreibung


Border Collie

 

Der Name

Die Organisationen

Border = englisch „Grenze“
Border Collie, weil die besten Hütehunde aus dem Grenzgebiet zwischen Nordengland und Südschottland kamen.

1906 wurde die International Sheepdog Society (ISDS) gegründet.
1976 hat der englische „Kennel Club“ den Border Collie als Rasse
anerkannt. In Deutschland wird der Border Collie vom Club für Britische Hütehunde im VDH betreut.


Ursprung:


Seine Ursprünge hat der Border Collie auf den britischen Inseln, wo er heute immer noch die am weitesten verbreitete Hütehunderasse ist. Der erste Hütehund der dem heutigen Border Collie entfernt ähnlich sah wurde 36 v. Chr. in dem Buch
„De re rustica“(Über die einfachen Dinge) von Cato und Vero beschrieben.

Dort wurden große, dreifarbige Hunde beschrieben, die den heutigen Berner Sennenhunden und den Rottweilern ähneln. Diese Hunde sind während der römischen Invasion 55 v. Chr. nach Britannien gebracht worden.


Im neunten Jahrhundert besetzten die Wikinger Schottland und Irland. Zum Hüten ihrer Herden haben sie spitzähnliche Hunde mitgebracht. Die Hunde sollen schwarz oder hellbraun mit weißen Abzeichen gewesen sein, kurzes, dichtes Fell und oft blaue Augen gehabt haben. Diese Hunde haben sich mit den römischen Hirtenhunden gepaart und dadurch entstanden zwei verschiedene Schläge:
Im Schottischen Hochland und in Wales ein leichter, kleiner Hütehund, der in den steinigen Hügeln schnell und trittsicher war und auch störrische Welsh-Mountain-Schafe in diesem unwegsamen Gelände treiben konnte.
Dagegen entstanden in den Tiefebenen von Schottland und im flachen Nordengland schwerere und größere Hunde. Alle diese Hunde sollen schwarzweiß oder dreifarbig (tricolor) gewesen sein. Der Border Collie, wie wir ihn heute kennen, ist eine Mischung beider Typen.

Seit ca. 150 Jahren züchtet man den Border Collie in einer strengen Auslese im Hinblick auf Hütetrieb und Intelligenz. Die damaligen Schäfer haben sehr früh erkannt, dass ein guter, selbstständig arbeitender Hund mehrere menschliche Hirten ersetzen kann.

Durch gezielte Verpaarungen wurde 1893 der Rüde „Old Hemp“ gezüchtet, der Stammvater aller modernen Border Collies.



Wesen


Der Border Collie ist intelligent (lt. Stanley Coren, „Die Intelligenz der Hunde“ die intelligenteste Rasse), leicht auszubilden, entwickelt eine größere Bindung zum Menschen als zu anderen Hunden.
Als echter Arbeitshund braucht der Border unbedingt umfangreiche Beschäftigung. Hunde, die nicht an Schafen gearbeitet werden, versuchen manchmal ihren Hütetrieb an anderen Tieren, an Menschen und teilweise sogar an Autos auszuleben.
Man muss ihm deshalb unbedingt richtige Aufgaben anbieten; z.B. Agility, Obedience, Rettungshundearbeit .


Rassestandard


Da der Border jahrhundertelang von Schäfern gezüchtet wurde, denen es darauf ankam, dass die Hunde gut an den Schafen arbeiteten, ist der Rassestandard nicht so eng ausgelegt wie bei anderen Rassen.
Die Hunde sollen in erster Linie kräftig, ausdauernd und wohlproportioniert sein. Vom Wesen her leichtführig und nicht agressiv oder ängstlich.
Größe: 50-55cm, Gewicht: 16 - 22 kg