Was ist Spondylose ?

 

Zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule befinden sich die Bandscheiben. Bei an Spondylose erkrankten Hunden bilden sich besonders vorne an den Wirbelkörpern knöcherne Zacken, die von oben und von unten über die Bandscheibe wachsen. Diese Zacken können so lang werden, daß sie zwei hintereinander liegende Wirbel über die Bandscheibe hinweg verbinden.
Es kommt zur knöchernen Überbrückung der Wirbelzwischenräume. Auf einer seitlichen Röntgenaufnahme der Wirbelsäule kann man erkennen, daß diese „Brücken“ die Wirbel so zu verbinden beginnen, daß Bewegungen schmerzhaft werden können. Bei fortgeschrittener Spondylose kann auch eine Hinterhandschwäche auftreten, da die Leitfähigkeit der Rückenmarknerven behindert ist.
Dadurch könnte auch eine eventuell vorhandene, aber bisher noch nicht festgestellte Hüftdysplasie oder Kniegelenkerkrankung in ihrem Fortschreiten beschleunigt werden.
Eine vorliegende Spondylose kann nur auf dem Röntenbild festgestellt werden.
Diese Erkrankung findet man meist bei älteren Hunden. Manche Rassen sind hierfür anfälliger, unter anderem der Boxer, der manchmal schon im 6. Lebensjahr eine voll entwickelte Spondylose haben kann. Die meisten an Spondylose erkrankten Tiere haben nur einige der Krankheitssymptome, wie z.B. schleifender Gang, Schwäche der Hinterbeine, Muskelschwund der Becken- und Oberschenkelmuskulatur, Rückenschmerzen

Der Hund mag nicht springen oder sich aufrichten. Er bleibt am liebsten liegen, aber er findet nicht leicht die richtige Position. Manchmal ist der Rücken nach oben gewölbt. Die Muskulatur wird schwächer, die Hinterhand ist schlaff, das Tier knickt hinten ein, steht eigentümlich auf den Hinterpfoten und/oder schleift eine Hinterpfote nach, dabei schleifen die Krallen auf dem Boden. Es können auch Probleme beim Urin oder Kot absetzen auftreten.
Wenn eines dieser Symptome vorliegt, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

Als Halter eines an Spondylose erkrankten Hundes haben Sie mehrere Möglichkeiten Ihren Hund möglichst beschwerdefrei zu halten:
Halten Sie den Hund warm und zugfrei
Bei auftretenden Beschwerden bestrahlen Sie mit Rotlicht
Sorgen Sie dafür, das der Hund kein Übergewicht hat
Verhindern Sie das der Hund springt, damit sich die betroffenen Wirbel nicht stauchen
Versuchen Sie Treppensteigen für den Hund zu vermeiden

Spondylose ist eine Krankheit, die meines Wissens nicht heilbar ist, und auch die Beschwerden sind nicht in allen Fällen gänzlich zu beseitigen.
Durch homöopathische Medikamente erreicht man aber häufig eine erhebliche Besserung und das Tier hat weniger Beschwerden. Auch eine
Physiotherapie für Tiere (fragen Sie Ihren Tierarzt) kann Beschwerden hinauszögern und/oder lindern.